Montag, 28. Dezember 2009

24 Stunden in Frisco

Da mein Flug von Honolulu nach SAN FRANCISCO Samstag Nacht gut zwei Stunden verspätet war, blieben mir nur gut 24 Stunden in dieser 800'000 Einwohner "kleinen" Grossstadt im Süden Kaliforniens. Das Wahrzeichen dieser Stadt ist definitiv die 2,7 Kilometer lange Golden Gate Bridge, die vor gut 70 Jahren am Eingang der Bucht von San Francisco, dem Golden Gate erbaut wurde.

Golden Gate mit Brücke


Der offene Charakter dieser Partnerstadt Zürichs ist allgegenwärtig.Die Architektur der viktorianischen Häuser im Stadtkern scheint etwas inspirierendes zu haben - an jeder Strassenecke hört man Musik oder sieht Performance-Künstler und nicht nur im Stadtteil "The Mission" leben Obdachlose friedlich mit Bankern zusammen.


'Drummer' John am Ferry Building


In bereits zwei Stunden fliegt mein American Airlines Flug zurück nach Zürich ab und meiner Reise geht somit zu Ende.

Freitag, 25. Dezember 2009

Frohe Weihnachten

Vom sonnigen Hawaii aus wünsche ich allen daheim, unterwegs oder sonstwo ein schönes Weihnachtsfest und ein paar geruhsame Tage zwischen den Jahren. Für mich ist Weihnachten fern ab von der Heimat und bei 30 Grad im Schatten eine Premiere.

Merry Christmas - Frohe Weihnachten - Joyeux Noel!

Weihnachten bedeutet für mich dieses Jahr auch langsam das Ende meiner Reise - in fünf Tagen bin ich schon wieder zurück in der Schweiz. Am Ende meiner Reise werde ich über 57'000 Kilometer zurückgelegt haben:

51'193 Km mit dem Flugzeug
2'300 Km mit dem Mietwagen
2'000 Km mit dem Reisebus
1'000 Km mit dem Zug
600 Km mit dem Taxi
230 Km zu Fuss
50 Km mit der Riksha
50 Km mit dem Schiff
5 Km mit dem Fischerboot
5 Km mit dem Motarrad
In den letzten acht Wochen habe ich vieles erlebt; ich habe sechs Länder bereist, fremde Kulturen kennengelernt und - was am schönsten ist - ich habe überall netten, offenherigen Menschen kennengelernt.

Sonnenuntergang am Waikiki Beach

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen frohe Weihnachten und ich freue mich auf ein Wiedersehen in der Heimat!

Dienstag, 22. Dezember 2009

38 Fuss unter dem Meer

Neben den vielen Orten, die ich auf meiner Reise schon besucht habe, habe ich noch eine ganz andere Welt entdeckt. Bei Greg von Pro Dive Hawaii habe ich vor zwei Tagen meinen Scuba Dive gebucht.

Bereits am morgen früh um 08:00 Uhr wartete Greg mit seinem kleinen Van vor dem Hostel, um mich und noch drei andere Jungs zu der Dive Site an der MAUNALUA BAY zu fahren. Nach einer guten halben Stunde Autofahrt sind wir dort angekommen und sind nach einer weiteren Viertelstunde auf das Boot, um zu den beiden Divespots zu fahren. Ich war so nervös und aufgeregt, dass ich in der Nacht davor kaum geschlafen hatte und auch auf dem Boot spürte ich noch immer die Anspannung.

Doch auf der Bootfahrt erklärte uns Greg die absoluten Grundlagen für den ersten Tauchgang - immer weiteratmen, mit seinem Buddy zusammenbleiben, Unterwasser-Zeichensprache und Druckausgleich.

Scuba Steve :-)


Nach dem kurzen Briefing ging es bereits auf zum ersten Tauchgang und nach einer kurzen weiteren Bootsfahrt zum zweiten Tauchgang. Ich habe wundervolle Fische in den unterschiedlichsten Farben und die riesigen Hawaii'anischen Wasserschildkröten gesehen. Das Erlebnis Unterwasser ist einfach unbeschreiblich, man spürt die Schwerelosigkeit und ist wie in einer anderen Welt. Beim zweiten Tauchgang konnte ich fast 38 Minuten unter Wasser bleiben.

Samstag, 19. Dezember 2009

Aloha Waikiki

Mein Flug nach HONOLULU startete am Freitagabend um 22:30 mit rund zwei Stunden Verspätung von Sydney. Da ich auf dem Weg die internationale Datumsgrenze überschritten überschritten habe, bin ich am gleichen Tag kurz vor 12:00 Mittags in Hawaii angekommen.

Ich hätte nicht damit gerechnet, auf Hawaii so viele Wolkenkratzer zu sehen, aber ich musste lernen, dass Honolulu die zehntgrösste amerikanische Stadt ist. Von dem ziemlich in die Jahre gekommenen Flughafen in Honolulu ging es dann mit dem Shuttlebus weiter zum WAIKIKI BEACH, wo sich mein Hostel befindet.

Another beach - nice beach - Waikiki Beach ;-)


Gestern habe ich eine Wanderung auf den 232m hohen Vulkankrater DIAMOND HEAD, dem Wahrzeichen von Waikiki unternommen. Der Name geht auf englische Seefahrer zurück, die Quarzsteine mit Diamanten verwechselten. Durch die exponierte Lage bietet der Hügel einen schönen Panoramablick über die Südküste von O'AHU und wurde daher im 18. Jahrhundert von der Regierung aufgekauft und zu einem Militärstützpunkt ausgebaut. Über mehrere Treppen, Tunnel und Gänge gelangt man zu der Aussichtsplattform am Gipfel.

Honolulu und der Waikiki Beach vom Diamond Head aus


Ob dieses Motorrad wohl noch fährt?


Auf den Tipp von Rab, einem Kanadier, der auch in meinem Hostel wohnt hin, habe ich für morgen nun meinen Tauchgang gebucht. Ich bin gespannt was mich da alles erwarten wird...

Freitag, 18. Dezember 2009

Ein Tag Down Under

Gestern Nachmittag bin ich von Christchurch aus zur nächsten Etappe meiner Reise gestartet. Neuseeland hat ja teilweise schon lustige Bestimmungen und Steuern. Bevor ich die Passkontrolle passieren durfte, musste ich zunächst 25 NZD Ausreisesteuer am Bankschalter einzahlen... Der Flug nach SYDNEY dauerte ohnehin nur gute drei Stunden, wurde aber wirklich kurzweilig, da meine junge Sitznachbarin Fabienne auch aus dem Saarland stammte.

Schon lustig, denn am Vortag hatte ich bereits Felicitas aus Bad Kreuznach kennengelernt. Da reist man um die ganze Welt und trifft zufälligerweise gerade Menschen, die in den gleichen Städten gelebt haben!

Da die Wettervorhersage bereits gestern für heute Regenwetter ankündigte, bin ich auf dem schnellsten Weg vom Flughafen ins Hostel und dann direkt weiter Richtung Hafen, um mir die Harbour Bridge, das Opernhaus und das historische Stadtviertel "The Rocks" noch bei Sonnenschein anzuschauen. Der Weg vom Hostel bis zum Hafen war ein halbstündiger Fussmarch durch die Innenstadt an dem - im Vergleich zum Auckland Tower etwas alt und schäbig wirkenden - Skytower vorbei. Dafür wirken das riesige Opernhaus mit dem unverwechselbaren Dach und die 503 Meter lange Harbour Bridge umso beeindruckender.

Beim Feierabendbier in "The Rocks" hat mir David, ein Australier, der nicht glauben kann, dass man nur einen Tag "Down Under"verbringen kann die riesigen Kakerlaken Australiens gezeigt und mir vom Outback erzählt. Ja und wie es der Zufall will - auf dem Weg zurück zum Hostel habe ich noch Veronica aus San Francisco kennengelernt, die mir in zwei Wochen dann Ihre Stadt zeigen will ;-)

Sydney Harbour Bridge



Opernhaus


Den heutigen (tatsächlich regnerischen) Tag habe ich für einen Spaziergang am Darling Harbour und einem Besuch des Fischmarks in Pyrmont genutzt. Für sagenhafte 12 Franken habe ich dort ein Duzent fangfrische Austern geschlürft...

Ein Duzent frische Austern vom Fischmarkt


Skytower and Lighttower


In wenigen Stunden gehts es für mich bereits wieder weiter nach HAWAII.

Samstag, 12. Dezember 2009

Vom rauhen Westen zurück nach Christchurch

Nachdem ich nun über 2'300 Kilometer mit dem Auto auf der Südinsel Neuseelands zurückgelegt habe, möchte ich Euch gerne zeigen, welche Routenführung ich gewählt habe, um innerhalb der knappen Zeit von 12 Tagen möglichst viel zu sehen.

Von CHRISTCHURCH (I) aus sind wir zunächst rund 250 Kilometer nach Süden zum LAKE TEKAPO (B) gefahren. Am nächsten Tag legten wir weitere 250 Kilometer bis nach QUEENSTOWN (C) zurück. Nach einem Zwischenstopp in dem kleinen Dorf TE ANAU (D) sind wir bis zu der atemberaubenden Fjordlandschaft des MILFORD SOUND (E) gefahren.



Nach der Bootsfahrt in die Fjordlandschaft haben wir rund 350 Kilometer bis nach WANAKA (F) zurückgelegt. Die Kulisse aus Bergen und Seen der am Lake Wanaka gelegene Kleinstadt war einer der Drehorte von Lord of the Rings. Neben dem Purple Cow YHA, einer wirklich gemuetlichen Backpacker-Unterkunft gibt es dort das wohl gemütlichste Kino der Welt.

Die "Nebelberge" bei Wanaka


Das Kino in Wanaka mit Sofas, Sesseln und einem VW Käfer


Auf dem Weg von Wanaka nach FRANZ JOSEF (G) haben wir noch einen Abstecher zu dem kleinen Fischerdorf an der Jackson Bay unternommen. Die ganze Westküste ist durch ein rauhes Klima und einen andauernden Westwind von der Tasmanischen See geprägt.

Strand an der Jackson Bay


Eigentlich wollte ich einen Helikopterflug auf den Franz Josef Gletscher buchen um dort eine geführte Gletscherwanderung zu unternehmen, da es aber permanent an der westküste regnete, fiel dieses Unterfangen im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser und ich liess es bei einem halbstündigen Regenspaziergang an die Gletscherzunge bewenden.

Der Franz Josef Gletscher in Regen und Nebel


Die weitere Fahrt führte uns nach GREYMOUTH (H), der mit 10'000 Einwohnern grössten Stadt an der Westküste. Die Industriestadt ist bekannt für ihre Kohle- und Goldminen sowie den Abbau von Jade.

Die aufbrausende Tasmanische See am Strand bei Greymouth


Doch an einem regnerischen Sonntag bietet die Stadt kaum Plätze zum Verweilen, so dass wir uns entschlossen, am gleichen Tag über den Arthur's Pass nach CHRISTCHURCH (I) zurückzukehren. Die Passüberquerung war ein eindrückliches Erlebnis, da die Southern Alps wie eine Wetterwand wirken. Auf der Ostseite der Alpen war plötzlich Sonnenschein und blauer Himmel zu sehen. Nachfolgend noch einige Impressionen von der Umgebung Christchurchs.

Schafe, Schafe, Schafe


Grüne Landschaft und Sonnenschein am Strand östlich von Christchurch


Die restlichen Tage hier lasse ich es etwas ruhiger angehen, denn bereits Übermorgen ist meine Zeit in Neuseeland zu Ende und ich fliege weiter nach Sydney.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Ein Land der Gegensätze

Am nächsten Tag sind wir weitere 250 Kilometer vom Lake Tekapo bis zur "Adrenalinstadt" QUEENSTOWN gefahren. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen, dort den legendären Nevis Bungeejump von einer Plattform über einer Schlucht 134 Meter in die Tiefe zu wagen. Awesome!


Queenstown und der Lake Wakatipu



Hier der Beweis - ich bin gesprungen und ich hab's überlebt :-)


Direkt nach dem Sprung haben wir uns auf den Weg gemacht, um noch einige Kilometer bis zu dem legendären MILFORD SOUND zurückzulegen. Die durch Gletscherbewegungen entstandene Fjordlandschaft an der Westküste der Südinsel Neuseelands bietet ein atemberaubendes Panorama und wurde von der Unesco als Weltnaturerbe deklariert.


Fjordlandschaft in den Milford Sounds



Wasserfall in den Milford Sounds


Die kleine Strasse zwischen Te Anou und Milford Sound führt an zahlreichen Naturschauspielen vorbei - Gletscherzungen, die bis an die Strasse runter reichen, der spiegelklare Mirror Lake und weiteres.


Schafe, Schafe, Schafe



Der spiegelklare Mirror Lake